kein meister

in sicht
der ihre taschen
sortiert
kein träger
kein führer
kein esel
sie darf
wieder mal
alles selbst

da greift sie sich
unter die arme
hält sich fest
an ihrer weichen
brust
kitzelt  mit den
daumen die kahl
rasierten höhlen
und sagt
genug!

schon fällt sie
ins nichts
lässt sich und beide
arme los
ihr lachen wird
von keinem menschen
gehört
und schüttelt
jede adresse
ab

wo es herkommt
geht es
wieder hin
mit ihrem duft
und klang
sie tut dies
ohne jeden
zwang
ist singende und
gesang

da
hört sie
ihn
den schrei
aus ewigem
und ohne
grund
genug!
du bist
frei

schicht für schicht

abtragen
mit nichts
als wille
und liebe
sieh an
die farben
lösen sich
im nu

da!
sind wir beim original
angekommen?
wir machen pause
lassen alles ruhen
hoffen es geschafft
zu haben
das möbel könnte
jetzt wieder

uups!
schon sind da neue
risse in der frisch
geschrubbten
oberfläche
die nächste
schicht
will sich lösen
nur…

darunter ist nichts mehr
beinahe durchsichtig
steht es da
wir meinen ein knacken
zu hören
ein zittern
oder sind wir es die…
wird es vor unseren
augen?